Berichte & Presseartikel 2010
Fussballtunier bei den Bohrern PDF Drucken E-Mail

 Spassfussball beim Hock der Bohrer

Am 26.06.2010  zeigten auch wir uns einmal von unserer sportlichen Seite.

Beim Jubiläumshock der Bohrerzunft traten wir als Friburger-Bächlekicker

beim Leben-Tischfussball an.  Eigentlich hätten wir Bächle-Ribbling-Hexekicker

heißen müssen, denn wir haben uns tatkräftige Unterstützung in unser Team geholt.

Lachen Auch wenn Heidi, davon nicht gleich überzeugt war Winken

Nun denn, voll motiviert und konzentriert und natürlich mit großem Siegeswillen

begaben wir uns aufs Spielfeld.

Man kann mit Recht sagen, wenn nicht der Ball gewesen wäre, der ähnlich dem

WM Ball unseren Ansprüchen einfach nicht Stand gehalten hat und wenn wir nicht

mit den Bodenverhältnissen zu kämpfen gehabt hätten, wären wir wohl ins Endspiel

gekommen. Aber es sollte nicht sein. Traurig Mit einem 1 zu 2 und einem 1 zu 7 kamen wir leider

nicht über die Vorrunde hinaus.

Aber was solls, jetzt heißt es trainieren, trainieren, trainieren und nächstes Jahr,

falls die Bohrer eine Neuauflage starten, werden wir das Feld von hinten aufrollen.

Euer Teamkapitain Heike

 

 

 
Wir sind eine zahme Zunft PDF Drucken E-Mail


11. Februar 2010

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.

von: Gerhard M. Kirk


"Wir sind eine zahme Zunft"
Zum dritten Mal in ihrer 75-jährigen Geschichte sind die Bächleputzer die Protektoratszunft der Freiburger Fasnet.

 
Karikatur Bächleputzer Foto: privat

Foto_Bchleputzer

 

Wenn man mal infiziert ist, bleibt man bis zu seinem Lebensende dabei." Georg Eiber hat sich 1980 angesteckt und ist auch heute mit seinen siebzig Jahren noch in der Zunft der Bächleputzer aktiv. Sie ist in diesem Jahr – zu ihrem 75. Geburtstag – die Protektoratszunft der Freiburger Fasnet (zum dritten Mal nach 1953 und 1986), was neben viel Arbeit die Ehre mit sich bringt, den Fasnet-Mendig-Umzug anzuführen.

Das hätten sich jene Herren wohl nicht träumen lassen, die vor etwa 120 Jahren in einem Raucher-Club die Geselligkeit pflegten. Bis ihnen der blaue Dunst womöglich zu viel wurde oder zu wenig war und sie sich dem Männergesangverein "Fidelitas" anschlossen, der in der "Harmonie" sein Vereinslokal hatte. Als einigen dann die Singerei ebenfalls zu viel wurde oder zu wenig war, taten sie sich, angeführt vom "Vorsänger" Bert Eggert, zusammen und gründeten 1935 die Zunft der Bächleputzer. Ein stadtbekannte Humorist sei dieser Eggert Bertl, von Beruf Sattler, gewesen, weiß Georg Eiber. Und so nahmen die stimmgewaltigen Spaßvögel als "Saubermänner" mit ihrer Narrengestalt jene städtische Arbeiter auf die Schippe, die mit ihren Reisigbesen den Unrat aus den Bächle fegten.
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Eine Maske trugen die Bächleputzer damals noch nicht. Erst 1971 (damals durften schon seit zehn Jahren auch Frauen zünftig mitmachen) entstand nach einer Idee des Freiburger Bildhauers Wilhelm von Kittlitz eine "Drehmaske": Aus den Augenbrauen wird ein Bart, aus den Mundlöchern werden die Augen. In dieser für die Freiburger Fasnet einmalige Maske lebt übrigens auch jener Eggert Bertl fort, der nicht nur ein großer Schalk war, sondern auch enorm buschige Augenbrauen hatte, an die die in Simonswald geschnitzte Maske bis heute erinnert. Ganz ohne Schabernack erinnert die Zunft freilich noch immer an jenen fast ausgestorbenen Beruf der Bächleputzer, von denen einst täglich 30 bis 40 fegend in der Stadt unterwegs waren. Wie deren Arbeitsalltag heute ist, wollten vor kurzem zwei junge Frauen ganz genau wissen und machten vor ihrer Aufnahme in die Zunft einen Tag lang ein Praktikum bei den zwei echten Bächleputzern.

Apropos Nachwuchs. Für Vizezunftvögtin Monika Richards könnte es ruhig ein bisschen mehr sein. Neben 30 aktiven und 60 passiven Mitgliedern machen zwar ein Dutzend Kinder und Jugendliche als Narresome mit. Doch es mangelt vor allem an jungen Männern. "Die werden eher von von Musiken und Hexen-Zünften angezogen", beobachtet Monika Richards, die im richtigen Leben als Verwaltungsangestellte in der Universitätsklinik arbeitet. Außerdem, meint Georg Eiber, der vor seinem Ruhestand als Busfahrer auch Achse war: "Wir sind eine zahme Zunft, die nicht auf der Straße rumtobt."

Eine Zunft, die sich wie die anderen als eingeschworene Gemeinschaft versteht und Generationen übergreifend ist. Ein Beispiel dafür ist die 41-jährige Monika Richards mit ihrer zweijährigen Tochter Megan und ihrer 68-jährigen Mutter Helga Voigt, die ebenso mitmachen wie das älteste Mitglied Heiner Rueb mit Mitte 70. "Wir sind eine gute Gemeinschaft, unternehmen auch außerhalb der Fasnet viel miteinander, und über die Breisgauer Narrenzunft lernt man unheimlich viele Leute kennen." Vor allem fasziniert sie die Unterschiedlichkeit der Menschen, die sie bei diesen Gelegenheiten trifft. "Das find’ ich einfach schön an der Fasnet."

Die für die Zunft der Bächleputzer, die während der vergangenen 75 Jahre lediglich fünf Zunftvögte hatte und mit Heike Herbstritt zum ersten Mal eine Zunftvögtin hat, mit festen Regeln verbunden ist. So wird immer am Schmutzige Dunnschdig um 20 Uhr der Ignaz Fasnet (eine Symbolfigur der Freiburger Fasnet) ausgegraben, und am Fasnet-Dienstag um 22 Uhr wird er wieder begraben. Vor der Aufnahme in die Zunft gibt es ein Probejahr, in dem die Anwärterinnen und Anwärter das volle Programm des Zunftlebens mitmachen müssen: Schnurren im Katharina-Egg-Haus zum Beispiel, Sturm auf eine Schule und einen Kindergarten und die Werkstätten St. Georg, den Lumpenball im Vereinslokal "Ambiente" natürlich, die Straßenfasnet und den Umzug am Fasnet-Mendig sowieso. Das alles ist in den vier tollen Wochen von der Fasneteröffnung bis Aschermittwoch nicht ganz unanstrengend, lacht Georg Eiber, der keine Müdigkeit zu kennen scheint. "Schlaf kriegen wir genug, nur nicht zu den üblichen Schlafenszeiten."

Dass sie und die anderen aktiven Bächleputzer während dieser Zeit Urlaub nehmen, ist für Monika Richards selbstverständlich – "sonst macht’s keinen Spaß". Und wenn dann Aschermittwoch ist, "ist die Hälfte von uns erkältet". Überhaupt, diese Zeit danach, die hat es auch noch mal in sich. Georg Eiber erfährt es seit nunmehr dreißig Jahren. "Da kommt das Wochenende – kein Rambazamba mehr, keine Leute, das ist wie ein Loch."  

 
Protekotrat 2010 PDF Drucken E-Mail

Im Zuge unseres 75 Jährigen Jubiläums hat uns die Breisgauer Narrenzunft

2010 das Protektorat übertragen.

12Am 22.01.2010 war es soweit. Wir richteten den festlichen Abend im

Konzerthaus in Freiburg aus. Der Abend wurde von uns mit einer

historischen Reise durch unsere Zunftgeschichte bis hin zu einem

Narren-Rap von unserem Narrensomen eröffnet.

Im Anschluß daran erfolgte der Einmarsch der gesamten Narrenschar

und des Musikzuges der Ranzengarde Concordia.Protektoratsübergabe

Die feierliche Protektoratsübergabe an den Oberbürgermeister der

Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon durch den OZM der BNZ Gerd Huber

und der Auftritt unseres Münsternarrs Markus J.Weber und die Begrüßung

der Gäste durch unseren Zunftvögtin Heike Herbstritt rundeten den

offiziellen Teil ab.  Danach wurden wir mit einem Auftritt unserer

Patenkinder der Turmsträsslerinnen überrascht, die für uns ein Lied zum besten gaben. 

Die Kollnauer Feuerteufel zeigten den traditionellen Feuerteufeltanz. Magister Berthold SchwarzDer Magister Berthold Schwarz

(Peter Kalchtaler) legte wie immer gekonnt den Finger in die Wunden der

politisch und kulturellen Stadtgeschichte.Narrenzunft Belchengeister & Chäsliwieber

Die Tanzgruppe der Belchengeister &

Chäsliwieber brachte mit Ihrem Showtanz das

Publikum endgültig in Schwung.

Das Finale unseres Programmes wurde durch die Guggemusik

Eckefätzer eingeleutet. Diese waren es auch, die im Anschluß daran im

Foyer die After Show Party eröffnete. Nicht zuletzt auch Dank unserer Musikband der Blue Bears und unseres DJ Stefan von den Wühlmäusen war es ein toller, stimmungsvoller Abend.

Unser Dank geht an unsere vielen passiven Helfer und Freunde und natürlich an unsere

Helferzünfte: Turmsträsslerinnen, Schloßberggeister, Tannenzapfen und Freiburger Hexen.

 
Unter närrischem Schutz und Schirm PDF Drucken E-Mail

  

Unter närrischem Schutz und Schirm

Während im Dreisamstadion der Fußballkampf gegen die Schwaben tobte war auch im Konzerthaus der "Bär los". Mehr als 1000 Hästräger feierten ausgelassen zusammen mit der Protektoratszunft der "Bächleputzer" den alten und neuen Schirmherr der Freiburg Fasnet: Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Oberzunftmeister Gerd Huber (in der Bütt’) schaffte es, Dieter Salomon (mit Schirm)als Schutzmann für die Freiburger Fasnet zu gewinnen.

Presse__Schirmherrschaft 
|                                                                                                                                                   Foto: Kunz

Dieser erhielt aus der Hand des BNZ-Oberzunftmeister Gerd Huber den obligatorischen vielfarbigen Schirm und versprach in wohlgesetzten Reimen, die Narren über die diesjährige "Fünfte Jahreszeit" zu unterstützen. Zwar fehlte ihm zunächst die zweite Seite seiner Antrittsrede und auch den Brief mit der Finanzspritze für die Bächleputzer gab er nur widerwillig ab, doch ansonsten wollte er mit Leib und Leben für die Narretei eintreten.

Im nachfolgenden Programm stellte zunächst die 75 Jahre alt gewordene Protektoratzunft den Werdegang ihres Häs vor und ließ den "Narresome" paradieren. Der Münsternarr (Markus Weber) lobte in seinem Prolog sowohl die echten wie auch die närrischen Bächleputzer und attestierte ihnen,
dass es in Freiburg immer "sufer und glatt" ist, wo immer sie am Werk sind. Dann präsentierten die Kollnauer Feuerteufel ihren Narrentanz und die jungen Mädchen der Münstertäler Belchengeister und Chäslewieber tanzen leicht bekleidet über die Bühne.

Tiefsinniger war der Beitrag von Bertold Schwarz (Peter Kalchthaler) und recht lautstark und gekonnt das Finale der Guggemusik der "Eckepfätzer", bei deren Gründung auch eine Reihe von Bächleputzern mit dabei waren.